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Gabriele Lockstädt

1957 geboren in Herford

1977- 1982 Studium der Kunsterziehung

1982 1. und 2. Staatsexamen

1991 Debütantenpreis des Bayerischen Staates

1993 Kunstpreis der Stadt Ebersberg

Magische Stillleben – raumgreifend, eingreifend in das eigene Sehen und Fühlen beim Betrachten -, so begegnen einem die Bilder Gabriele Lockstaedts. Die eigentlich unspektakulären, scheinbar trivialen Motive des Alltags werden zum Betrachtungsanlass. Im Prozess der malenden Reproduktion wird das getreue Abbild der Wirklichkeit entfremdet und der Unterschied verdeutlicht zwischen akribischer Abbildung und künstlerischem Ausdruck.

Die ins Auge stechende Körperhaftigkeit der Früchte, ihre sinnliche Kraft, wurzeln in einer früheren Schaffensperiode der Künstlerin, als der menschliche Körper im Mittelpunkt ihres Interesses stand. Diese Sinnlichkeit ist in den plastisch-räumlichen Früchten immer noch spürbar – zum einen durch die Art der Malerei, zum anderen durch die verschlüsselte Symbolik der einzelnen Spezies. Schon seit der Antike waren Früchte Sinnbilder für Fruchtbarkeit und Leben und somit typische Attribute der alten Muttergottheiten und Liebesgöttinnen. Die ersten, surreal schwebenden Stillleben entstanden 1991, parallel zu den Körperdarstellungen. Die üppigen Arrangements G. Lockstaedts versinnbildlichen pralle Lebensfreude und erinnern in ihrer verschwenderischen Fülle an die klassischen Stillleben des Barock.

Die Künstlerin arbeitet bevorzugt auf Leinwand, meist in einer Mischtechnik aus Ölfarben, Acryl und Kreiden. Bei hellgrundigen Bildern verwendet sie gerne eine spezielle Mischung aus Farbpigmenten und flüssigen Farben, wodurch eine Oberflächenstruktur entsteht, wie sie bei alten Freskomalereien zu beobachten ist. Das Komponieren eines Bildes ist bei G. Lockstaedt ein ständig sich abwechselnder Prozess zwischen Entstehung und Zerstörung. Bereits auf die Leinwand aufgetragene Farbe und Formen werden durch Wegwischen, Kratzen, Schleifen und wieder Vollenden einem organischen Prozess unterworfen. Dadurch entstehen weiche Formen von samtiger Oberflächenstruktur. Häufig findet man in ihren Bildern skizzenhaft angedeutete klassische Architekturelemente, die nicht nur den Bildaufbau gliedern bzw. verbinden, sondern auch den heutigen Sehnsüchten nach mediterranem Lebensgefühl und romantischer Naturverbundenheit Ausdruck verleihen.

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